FAQ

Häufig gestellte Fragen zum Thema Meteorite

Hier möchten wir die am häufigsten gestellten Fragen zum Thema Meteorite beantworten. Wenn Sie Ihre Frage nicht finden sollten, kontaktieren Sie uns - wir helfen Ihnen gerne weiter!

 

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1. Was ist eigentlich ein Meteorit?

Ein Meteorit ist ein Stück kosmischer Materie, das - angezogen von der Schwerkraft unseres Planeten - auf die Erde gestürzt ist. Die meisten Meteorite stammen aus dem Bereich des Asteroidengürtels zwischen Mars und Jupiter. Einige wenige stammen auch von Planeten wie zum Beispiel vom Mars oder vom Mond. Für weitere Informationen siehe Herkunft.

 

2. Woraus bestehen Meteorite?

Die Zusammensetzung der einzelnen Meteorite ist so verschieden wie ihre Herkunft. Dennoch kann man allgemein sagen, dass sie - wie irdische Gesteine - aus verschiedenen Mineralen und Metallen, vor allem Eisen, bestehen. Man unterscheidet je nach Mineralbestand zwischen Eisen-, Steineisen- und Stein- Meteoriten. Diese Meteoritentypen werden aufgrund chemischer Unterschiede weiter in Klassen und Gruppen eingeteilt. Im Bereich Klassifizierung werden diese im einzelnen beschrieben.

 

3. Woran erkenne ich einen Meteoriten?

Meteorite können je nach Typ, Verwitterungsgrad und Beschaffenheit recht verschieden aussehen. Wenn Sie einen Meteoriten nicht beim Fall beobachtet haben oder er nicht gerade das Dach Ihres Hauses durchschlagen hat, gibt es aber doch einige Merkmale, die einen echten Meteoriten von seltsam geformten irdischen Gesteinen oder verwitterten Artefakten unterscheiden helfen.
Das wichtigste Merkmal ist die dunkle, oft schwarze Schmelzkruste, die ein Meteorit auf seiner Passage durch die Atmosphäre ausbildet. Bei Steinmeteoriten hebt sich diese meist nicht mal millimeterdicke Kruste klar von der helleren Farbe des Inneren ab und lässt den Fund eines Meteoriten vermuten. Noch stärkere Hinweise liefern die oft deutlich sichtbaren Strömungslinien auf der Schmelzkruste, die auf einen gerichteten Flug des Meteoriten beim Durchqueren der Atmosphäre schließen lassen. Außerdem bilden Meteorite oft sogenannte "Thumbprints" aus: Dellen und Vertiefungen, die wie Daumenabdrücke in der Schmelzkruste wirken.

Ein weiteres wichtiges, aber nicht-exklusives Merkmal sind die magnetischen Eigenschaften. Die meisten Meteoritenfunde sind Eisenmeteorite, die selbst im oxidierten Zustand noch stark von einem Magneten angezogen werden. Aber auch die weitaus häufigsten Meteorite, die gewöhnlichen Chondrite, werden aufgrund ihres hohen Eisengehalts alle leicht bis stark von einem Magneten angezogen. Beim Anschneiden eines solchen Meteoriten sieht man übrigens häufig metallisch schillernde Eisenpartikel sowie zahlreiche kugelförmige Gebilde - die sogenannten Chondren, die den Chondriten ihren Namen gegeben haben.
Wenn mehrere dieser Merkmale zutreffen, haben Sie eine gute Chance, tatsächlich einen Meteoriten gefunden zu haben. Aber Achtung: gerade in dicht besiedelten Gebieten besteht immer die Gefahr der Verwechslung eines prospektiven Eisenmeteoriten mit verrosteten Blindgängern, Bomben und Granaten aus den beiden Weltkriegen. Seien Sie also bitte vorsichtig!

 

4. An wen wende ich mich, wenn ich glaube, einen Meteoriten gefunden zu haben?

In den meisten Universitätsstädten gibt es mineralogische Institute, die mit Hilfe einiger Test schnell herausfinden können, ob es sich bei einem Fund um einen Meteoriten handelt. Sie können sich aber auch gerne an uns wenden und uns - nach Rücksprache - eine Probe des verdächtigen Materials zukommen lassen. Wenn wir zu dem Schluss kommen, dass es sich tatsächlich um einen Meteoriten handeln könnte, werden wir die Probe dann auf Wunsch an ein renommiertes Institut zur genaueren Analyse weiterleiten.

 

5. Woher bekommen Meteorite ihre Namen?

Meteorite werden grundsätzlich nach dem Ort ihres Funds oder Falls benannt oder zumindest nach dem Ort, der der Fundstelle am nächsten liegt. So heisst der Meteorit, der 1492 in der Nähe der Stadt Ensisheim im Elsass fiel schlicht und einfach "Ensisheim". Bei Funden aus weniger dicht besiedelten Gebieten wie etwa aus den Weiten der Sahara wählt man den Namen der jeweiligen Wüste und fügt eine eindeutige Nummer hinzu, die den Meteorit von allen anderen Funden aus diesem Gebiet unterscheidet. So heißt z.B. der Howardit, den unser Team in der libyschen Hammadah-al-Hamra-Wüste gefunden hat, Hammadah al Hamra 285 oder abgekürzt HaH 285. All diese Namen werden von einem internationalen Komitee, dem Nomenklaturkomitee der Meteoritical Society, vergeben, anerkannt und abgesegnet, wobei Neufunde und aktuelle Fälle einmal im Jahr in einer Fachpublikation, dem Meteoritical Bulletin, veröffentlicht werden.

 

6. Woher weiß man, dass bestimmte Meteorite wirklich vom Mond oder vom Mars stammen?

Im Fall der Mondmeteorite ist die Antwort einfach: wir haben von den Apollo-Mondflügen genug Vergleichsmaterial, um sicher sagen zu können, dass diese Meteorite tatsächlich vom Mond stammen. Die Ergebnisse der Untersuchung der besonderen Isotopenverhältnisse, die sich sowohl von den irdischen Isotopenverhältnissen wie auch von denen anderer Meteorite unterscheiden, lassen - genau wie die mineralogische Zusammensetzung - keinen anderen Schluss zu!
Im Fall der Marsmeteorite hat man leider noch kein entsprechendes Vergleichsmaterial auf der Erde, aber die Raumsonden der Viking-Serie sowie die kürzlich abgeschlossene Mission Pathfinder haben genügend Daten vom Mars gesendet, um diesen Schluss zuzulassen. So hat man z.B. in einigen Marsmeteoriten kleine Gasblasen gefunden, deren Inhalt genau der Marsatmosphäre entspricht - einer Atmosphäre, die sich in ihrer Zusammensetzung deutlich von unserer Atmosphäre oder der Atmosphäre anderer Planeten wie der Venus unterscheidet. Weitere Ausführungen hierzu finden Sie in unserem Artikel zum Thema Herkunft.

 

7. Kann man Meteorite tatsächlich kaufen, und wenn ja, wo?

Es gibt inzwischen auf der ganzen Welt zahlreiche professionelle Meteoritenhändler, die eine Vielzahl verschiedener Meteoriten in ihrem Sortiment führen. Und auch wir bieten in unserem Verkauf eine ganze Reihe verschiedener Meteorite zum Kauf an, wobei Sie hier den Vorteil genießen, direkt beim Finder zu kaufen, was nicht nur die Echtheit des Material garantiert, sondern was sich auch auf den Preis auswirkt. Natürlich können Sie unsere Meteorite bei uns günstiger erstehen als bei jedem Wiederverkäufer.
Wenn Sie sich eine Meteoritensammlung aufbauen oder nur einfach einmal die Gelegenheit haben möchten, ein Stück außerirdischer Materie zu bestaunen oder gar in den Händen zu halten, lohnt sich auf jeden Fall ein Besuch auf einer der größeren Mineralienbörsen und Messen wie z.B. in München oder in Saint Marie aux Mines im Elsass. Dort treffen sich alljährlich nicht nur die grössten Mineralienanbieter, sondern auch Meteoritenhändler und Sammler. Außerdem gibt es auch spezielle Meteoritenbörsen, wobei im deutschsprachigen Raum vor allem die alljährliche Messe in Gifhorn bei Hannover sowie die Meteoritenbörse in Ensisheim, Elsass, zu nennen sind. In letzterem Ort haben Sie dann gleich auch die einmalige Gelegenheit, den berühmten "Donnerstein von Ensisheim" selbst in Augenschein zu nehmen und vielleicht sogar bei einem der vielen Händler ein kleines Stück des historischen Kleinods zu erwerben.

 

8. Was sind die teuersten, was die günstigsten Meteorite?

Der Preis eines Meteoriten bestimmt sich gewöhnlich nach der Seltenheit, also nach seiner Klassifizierung. Fälle werden meist etwas teurer gehandelt als vergleichbare Funde, und das Vorhandensein einer intakten Schmelzkruste sowie eine relative "Frische" des Materials - sprich ein geringer Verwitterungsgrad - steigern gewöhnlich den Preis. Manche Meteorite werden auch aufgrund besonderer Umstände ihres Falls besonders hoch gehandelt wie z.B. der Meteorit von Peekskill, der von seiner Klassifizierung her zwar "bloss" ein gewöhnlicher Chondrit ist, aber das zweifelhafte Glück hatte, auf der Motorhaube eines parkenden Wagens zu landen.
Aufgrund ihrer Seltenheit und Herkunft zählen die Mondmeteorite zu den teuersten Dingen, die man überhaupt käuflich erwerben kann. Winzige Bröckchen der neuen Funde kann man bereits zum Schnäppchenpreis von etwa 14000 Euro pro Gramm erstehen, wobei dies nicht ironisch gemeint ist, denn gewöhnlich bewegen sich die Preise für das bei Sammlern und Kapitalanlegern so heiss begehrte lunare Material zwischen 700 und 120000Euro/g! Nicht ganz so teuer sind die Marsmeteorite, von denen man einige mit etwas Glück bereits ab 1000 Euro/g erstehen kann. Doch auch hier sind, je nach Verfügbarkeit und historischer Bedeutung des einzelnen Falls, nach oben kaum Grenzen gesetzt. So erreicht der einzigartige Meteorit von Chassigny, Frankreich, der - wenn überhaupt - meist nur in winzigen Fragmenten zum Verkauf steht, Preise von weit über 50.000 Euro/g!

Es gibt allerdings auch wirklich günstige Stein- und Eisenmeteorite, die man sich auch bei kleinem Geldbeutel leisten kann. Mit etwa 1 Euro pro Gramm sind die Meteorite von Gibeon und Sikhote Alin die preiswertesten Eisenmeteorite auf dem Markt, und in einem ähnlichen Bereich liegen auch viele der gewöhnlichen Chondrite, die in den letzten Jahren in grosser Zahl in den Wüsten Nordafrikas und des Oman gefunden wurden. Wem diese Preise immer noch zu hoch erscheinen, dem sei gesagt, dass es auf der Erde unzählige Male mehr Gold oder gar Diamanten gibt als Meteorite - und es war schon immer die Seltenheit und Verfügbarkeit einer Sache, die ihren Preis bestimmte!

 

9. Gibt es eine Art Marktübersicht oder eine Vergleichsmöglichkeit, was die Preise betrifft?

Ja, auch das gibt es, wenn auch bislang leider nur in englischer Sprache. Im unabhängigen und verbraucherfreundlichen Meteorite Price Guide finden Sie nicht nur die aktuelle Preisspanne für alle gängigen Meteoritentypen und -klassen, sondern auch Angaben über deren derzeitige Verfügbarkeit auf dem Markt. Diese Übersicht ist ein unverzichtbarer Freund für jeden angehenden wie auch für den erfahrenen Meteoritensammler. Es gilt jedoch zu bedenken, dass es immer wieder Meteorite gibt, die aufgrund von Besonderheiten (siehe z.B. den Fall von Peekskill) wesentlich höhere Preise erzielen und daher nicht in ein derart einfaches Schema passen. Also gilt auch hier die goldene Regel des Marktes: vergleichen Sie stets die Preise, bevor Sie etwas kaufen!