Seite 1 2 3

 

Eisen-MeteoriteMit Geländewagen auf Suche



Eisenmeteorite repräsentieren den grössten Teil aller Meteoritenfunde außerhalb der heißen Wüsten Afrikas und Asiens und dem Eis der Antarktis, weil sie aufgrund ihrer metallischen Beschaffenheit und ihres hohen Gewichts auch von Laien leicht als Meteorite erkannt werden. Außerdem verwittern sie wesentlich langsamer als ihre steinigen Verwandten und sind meist um einiges grösser, da sie kompakter und stabiler sind und daher auf ihrer Passage durch die Atmosphäre sowie beim Aufprall auf die Erde seltener zerbersten. Eine Liste der Giganten unter den Eisenmeteoriten finden Sie unter der Rubrik Rekorde.

Trotz dieser Fakten und der Tatsache, dass alle Eisenmeteorite mit einem Gesamtgewicht von mehr als 300 Tonnen über 80% der Gesamtmasse aller bekannten Meteorite ausmachen, sind sie doch verhältnismäßig selten. Eisenmeteorite werden zwar häufig gefunden und leicht als Meteorite identifiziert, aber sie stellen dennoch bloss 5,7% aller beobachteten Fälle.

Was die Klassifizierung betrifft, werden Eisenmeteorite nach zwei vollständig verschiedenen Schemata in Gruppen unterteilt. Das erste Schema ist eine Art Relikt aus den Zeiten der klassischen Meteoritenkunde und unterscheidet die Eisenmeteorite nach ihrer Struktur und ihrem vorherrschenden Mineralbestand, das zweite Schema ist ein eher moderner Ansatz, der die Eisenmeteorite in chemische Klassen unterteilt und sie so bestimmten Mutterkörpern zuzuordnen versucht.

Strukturelle Klassifikation
Chemische Klassifikation